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Anlagearten

Hierarchische Schließanlagen

Von einer Schließanlage spricht man immer dann, wenn verschiedene Türen mit verschiedenen Schliessberechtigungen ausgestattet sind.
Mit einm Schlüssel können also mehrere Türen geschlossen werden, aber nicht jeder Schlüssel kann jede Tür schliessen.
Wäre das der Fall, würde es sich lediglich um gleichschließende Zylinder handeln, das ist in jedem Zylinderprofil möglich.
Eine Schließanlage zeichnet sich aber im Gegensatz dazu durch Hierarchien in den Schließberechtigungen aus.

Grundsätzlich unterscheiden wir 3 Arten von Schließanlagen:

Z-Anlage

Bei der Zentral-SchließAnlage haben ein (oder haben mehrere gleichschließende) Zylinder eine untergeordnete Funktion.
Ein typisches Einsatzgebiet ist das Mehrfamilienhaus, bitte klicken Sie zum vergrößern auf nebenstehende Grafik:
Hier haben wir 3 verschiedene Wohnungen, in den Wohnungstüren sind Profilzylinder mit unterschiedlichen Schließungen montiert.
Wohnung 1 hat noch eine Garage, dér Halbzylinder im Garagentor hat die gleiche Schließung wie die Wohnungtür, Wohnung 3 nutzt den Dachboden.
Jede der 3 Schließungen kann also aus beliebig vielen, gleichschließenden Zylindern bestehen.
Die Haustür können die Mieter mit ihrem Wohnungsschlüssel schließen, die Haustür ist in der Hierarchie also den Wohnungsschlüsseln untergeordnet, sie ist mit einem Zylinder mit Zentral-Schließung ausgestattet.
Der Haustür-Zylinder hat einen eigenen Schlüssel, mit dem aber nur die Haustür geschlossen werden kann.
Auch in der Zentral-Schließung können mehrere, gleichschließende Zylinder in den Türen vorhanden sein, die von allen Mietern geschlossen werden können (z.B. Kellertüre, Heizungsraum, Waschküche).
Den Zentral-Schlüssel, mit denen nur diese Türen geschlossen werden können, bezeichnet man auch als technischen Hauptschlüssel, der einem Hausmeister ausgehändigt werden kann.
Unter Umständen können auch verschiedene Zentralschließungen miteinander kombiniert werden, aber das würde hier zu weit führen.

HS-Anlage

In einer HaupSchlüssel-Anlage gibt es einen übergeordneten Hauptschlüssel, der alle vorhandenen Zylinder schließt.
Um in unserem Beispiel von der Z-Anlage zu bleiben, sehen Sie beim Klick auf die nebenstehende Grafik die gleiche Situation wie oben.
Es können in eine HS-Anlage also auch Zentral-Schließungen integriert werden.
Jedoch gibt es hier einen Hauptschlüssel (HS), der alle vorhandenen Zylinder schließt.
Der befände sich in diesem Beispiel im Besitz des Hauseigentümers, der so im Notfall jede Tür öffnen könnte.

(Achtung: diese Situation ist rechtlich bedenklich, der Hauseigentümer darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Mieter über einen Hauptschlüssel zu deren Wohnung verfügen !)

Nehmen wir also ein anderes Beispiel:
Die nebenstehende Grafik zeigt eine Firma, deren 3 Arbeitsbereiche in verschiedenen Gebäuden angesiedelt sind.
Die Gebäude sind jeweils mit gleichschließenden Zylindern ausgestattet, damit alle Mitarbeiter mit ihrem Schlüssel alle Türen im Gebäude begehen können.
Der jeweils andere Arbeitsbereich ist aber nicht zugänglich.
Der Hauptschlüssel HS schließt alle Türen aller Arbeitsbereiche, er ist dem Inhaber / Geschäftsführer o.ä. vorbehalten.

GHS-Anlage

Die General-HauptSchlüssel-Anlage kommt dann zum Einsatz, wenn die Schließ-Hierarchie sich über mehrere Ebenen erstreckt.
Das ist zumeist bei großen Schließanlagen der Fall, wie sie z.B. in Behörden, Schulen, Krankenhäusern und großen Firmen zu finden sind.
In unserer Beispielgrafik haben wir wieder die Firma von vorhin, diesmal sind aber innerhalb der verschiedenen Arbeitsbereiche verschiedene Schließungen vorhanden, da nicht alle Räume von allen Mitarbeitern des Arbeitsbereiches benutzt werden sollen.
Außerdem sind wieder untergeordnete Zentralzylinder in den Eingangstüren integriert.
Für die leitenden Angestellten der Arbeitsbereiche gibt es Gruppenschlüssel (GS), die alle Türen des jeweiligen Arbeitsbereiches schließen (also quasi Hauptschlüssel für diese Teilbereiche).
Die Geschäftsführung hat wieder Zugang zu allen Türen, diesmal mit dem General-Hauptschlüssel (GHS).
Bei diesem Beispiel ist die Hierarchie also nur zweistufig, bei großen Anlagen können das durchaus mehrere Stufen sein.